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Förderung & MarktKI-unterstützt24. September 2026·7 Min. Lesezeit

Einspeisevergütung 2027: Was ist beschlossen, was ist nur Entwurf?

EEG-Reform 2027: Kabinettsentwurf und erste Bundestagslesung sind da, ein Gesetz ist es noch nicht. Was für deine Solarplanung heute wirklich zählt.

Heute, am 24. September 2026, hat der Bundestag den Entwurf zur EEG-Reform in erster Lesung beraten. Das ist ein wichtiger Verfahrensschritt, aber noch kein beschlossenes Gesetz. Fest steht bisher: Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 einen Reformentwurf verabschiedet, der die feste, 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen abschaffen soll, geplant ab 2027. Offen ist dagegen, ob, wann und in welcher genauen Ausgestaltung dieser Entwurf am Ende tatsächlich Gesetz wird. Es fehlen noch weitere Lesungen im Bundestag, die Befassung des Bundesrats und eine beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission. Wenn du gerade überlegst, eine Solaranlage zu bauen, findest du hier eine ehrliche Einordnung: was heute wirklich gilt, was nur geplant ist und was das für deine Planung Richtung 2027 bedeutet.

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Der Fahrplan bis heute: Kabinettsentwurf und erste Lesung

Zur Einordnung vorab: Die Einspeisevergütung ist der feste Betrag, den Netzbetreiber aktuell für eingespeisten Solarstrom über eine garantierte Laufzeit von 20 Jahren zahlen. Genau dieses Prinzip steht für neue Anlagen ab 2027 zur Debatte, nicht die Vergütung für bestehende Anlagen.

Die EEG-Reform durchläuft ein mehrstufiges Gesetzgebungsverfahren und steht aktuell erst in der Mitte dieses Weges. Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf beschlossen. Das ist die Grundlage für das weitere Verfahren, aber noch keine Regelung mit Gesetzeskraft. Heute, am 24. September 2026, folgte die erste Lesung im Bundestag. Der Entwurf wurde damit offiziell ins Parlament eingebracht und erstmals debattiert. Das ist ein normaler und wichtiger Schritt, er entscheidet aber noch nichts über den Ausgang.

Ein Kabinettsentwurf mit erster Lesung im Bundestag ist ein laufendes Gesetzgebungsverfahren, keine beschlossene Regel für deine Solaranlage.

29.07.2026
Kabinettsbeschluss zum Reform-Entwurf
24.09.2026
Erste Lesung im Bundestag
2027
geplanter Start der Neuregelung laut Entwurf

Der Gesetzgebungsfahrplan im Überblick

SchrittStatus Stand 24.09.2026Datum
Kabinettsbeschluss zum Entwurfabgeschlossen29.07.2026
Erste Lesung im Bundestagabgeschlossen24.09.2026
Weitere Lesungen im Bundestagsteht noch ausoffen
Befassung und Zustimmung des Bundesratssteht noch ausoffen
Beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommissionsteht noch ausoffen

Erst wenn auch die letzten drei Zeilen dieser Tabelle ein Datum tragen, ist die Reform tatsächlich beschlossen.


Was der Entwurf für neue Photovoltaik-Anlagen vorsieht

Der Kernpunkt des Entwurfs betrifft ausschließlich neue Anlagen. Für Photovoltaik-Anlagen, die künftig ans Netz gehen, soll die bisherige feste, über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung wegfallen, geplant ab 2027. Diskutiert wird dabei keine abrupte Streichung, sondern eine Übergangsphase mit einer deutlich reduzierten Vergütung. Wie genau diese Übergangsphase aussehen soll, welche Dauer und welche Höhe sie hat, ist Teil der laufenden politischen Debatte und noch nicht final festgelegt. Wer dir heute schon konkrete Cent-Beträge oder Prozentsätze für die Vergütung ab 2027 nennt, verkauft dir eine Vermutung als Fakt. Seriöse Aussagen können zum jetzigen Zeitpunkt nur die Richtung beschreiben, nicht die genaue Zahl.

Was für Bestandsanlagen und für 2026er-Inbetriebnahmen gilt

Für bereits bestehende Photovoltaik-Anlagen ändert sich durch den Entwurf nichts. Ihre zugesagte Einspeisevergütung bleibt unverändert bestehen, daran rüttelt die Reform nicht. Nach dem aktuellen Entwurf sollen außerdem Anlagen, die noch im Jahr 2026 in Betrieb gehen, die heutige Vergütung für die vollen 20 Jahre behalten. Wichtig ist auch hier die Einschränkung: Dieser Bestandsschutz für 2026er-Anlagen wird ebenfalls erst mit der endgültigen Verabschiedung des Gesetzes rechtssicher. Solange der Entwurf ein Entwurf ist, ist er eine politische Absicht, keine Garantie.

An dieser Stelle ein ehrliches Wort zur Eile: Wir bei Serious Solar sagen aktuell keine Inbetriebnahmen mehr für 2026 zu. Unsere Auftragsbücher sind voll und die Bearbeitungszeiten der Netzbetreiber lassen sich nicht beliebig verkürzen. Wer uns jetzt beauftragt, plant realistisch mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2027. Das ist kein Grund zur Sorge, denn wie der nächste Abschnitt zeigt, lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auch ohne die alte feste Einspeisevergütung.


Was sich für 2027-Planer wirklich lohnt: Eigenverbrauch statt Einspeisevergütung

Wenn deine Anlage voraussichtlich erst 2027 ans Netz geht, lohnt sich der Blick auf ein anderes Rechenmodell. Die zentrale Botschaft: Photovoltaik rechnet sich auch ohne eine feste, garantierte Einspeisevergütung, wenn du den erzeugten Strom in erster Linie selbst nutzt statt ihn einzuspeisen. Je mehr Strom du selbst verbrauchst, desto weniger hängst du überhaupt von der Höhe einer künftigen Vergütung ab.

Die wichtigsten Bausteine für einen hohen Eigenverbrauch sind:

  • Ein Stromspeicher, der überschüssigen Solarstrom für den Abend und die Nacht vorhält
  • Eine Wärmepumpe, die tagsüber mit Solarstrom heizt oder Warmwasser bereitet
  • Eine Wallbox, mit der du dein Elektroauto direkt mit eigenem Strom lädst
  • Eine Klimaanlage, die im Sommer genau dann läuft, wenn deine Anlage am meisten produziert
  • Eine smarte Steuerung, die Verbraucher automatisch dann einschaltet, wenn die Sonne scheint

Dynamische Stromtarife und Direktvermarktung

Für den Strom, den du trotzdem einspeist, gibt es neben der klassischen Einspeisevergütung noch einen zweiten Weg: die Direktvermarktung. Dabei verkauft ein Direktvermarkter oder Messstellenbetreiber deinen eingespeisten Strom zu aktuellen Marktpreisen, statt zu einem festen, staatlich garantierten Satz. Ergänzend dazu setzen immer mehr Haushalte auf dynamische Stromtarife, bei denen auch der Bezugspreis mit dem Marktpreis schwankt. Kombiniert mit einer smarten Steuerung kannst du gezielt dann Strom beziehen oder verbrauchen, wenn er günstig ist, und genau dann einspeisen oder speichern, wenn es sich lohnt. Wie hoch der Ertrag für dein Dach und deinen Verbrauch konkret ausfällt, lässt sich pauschal nicht sagen, dafür lohnt sich eine individuelle Berechnung mit unserem Solar-Rechner.

Regionaler Blick: Bergstraße, Odenwald, Rhein-Neckar

Die Bergstraße gehört mit rund 1.700 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Das wirkt sich direkt auf den Ertrag deiner Anlage aus, unabhängig davon, wie die Einspeisevergütung ab 2027 am Ende genau aussieht: Mehr Sonnenstunden bedeuten mehr Solarstrom, den du selbst verbrauchen, speichern oder vermarkten kannst. Für Haushalte an der Grenze zwischen Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kommt noch ein zweiter Punkt dazu: Die Förderkulissen der Bundesländer für Speicher und Wärmepumpen unterscheiden sich und ändern sich unabhängig vom Bundesgesetz zur Einspeisevergütung. Es lohnt sich, bei der Planung beide Ebenen im Blick zu behalten, die Bundesregelung zur Einspeisevergütung und die jeweilige Landesförderung.


Was du jetzt konkret tun kannst

  1. 1Warte mit deiner Entscheidung nicht auf das fertige Gesetz, sondern plane mit dem, was heute bekannt ist: mehr Eigenverbrauch, weniger Abhängigkeit von der Einspeisevergütung.
  2. 2Denke Photovoltaik von Anfang an zusammen mit Stromspeicher, Wärmepumpe und Wallbox, statt sie später einzeln nachzurüsten.
  3. 3Lass dir deinen voraussichtlichen Ertrag und Eigenverbrauchsanteil mit dem Solar-Rechner realistisch vorrechnen, statt mit Pauschalwerten zu planen.
  4. 4Frag bei jedem Angebot gezielt nach, was Fakt und was Annahme ist, besonders bei Aussagen zur künftigen Vergütung ab 2027.

Die EEG-Reform wird in den kommenden Monaten weiter verhandelt, und wir behalten den Fortgang für dich im Blick. Bis dahin gilt: Eine gut geplante Photovoltaik-Anlage mit Speicher lohnt sich auch unter den neuen Rahmenbedingungen, wenn sie auf deinen Verbrauch zugeschnitten ist. In einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch rechnen wir gemeinsam durch, wie deine Anlage für 2027 aussehen könnte, ganz ohne Verkaufsdruck und mit ehrlicher Einschätzung, was heute schon sicher ist und was noch offen bleibt.

Häufige Fragen

Ist die neue Einspeisevergütung für Photovoltaik schon beschlossen?

Nein. Stand 24. September 2026 gibt es einen Kabinettsentwurf vom 29. Juli 2026 und eine erste Lesung im Bundestag von heute. Es fehlen noch weitere Lesungen, die Befassung des Bundesrats und eine beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission. Erst danach ist die Reform tatsächlich Gesetz.

Wann wird endgültig über die EEG-Reform entschieden?

Einen festen Termin für die endgültige Verabschiedung gibt es aktuell nicht. Nach der ersten Lesung folgen weitere parlamentarische Beratungen, die Behandlung im Bundesrat und die beihilferechtliche Prüfung durch die EU-Kommission. Wie lange dieser Prozess dauert, hängt vom weiteren politischen Verlauf ab.

Was passiert mit meiner bestehenden Photovoltaik-Anlage?

Für bereits in Betrieb befindliche Anlagen ändert sich nichts. Die einmal zugesagte Einspeisevergütung bleibt für die volle Laufzeit bestehen, unabhängig vom Ausgang der aktuellen Reform.

Bekomme ich noch die alte Vergütung, wenn meine Anlage 2026 ans Netz geht?

Nach dem aktuellen Entwurf sollen Anlagen, die noch 2026 in Betrieb gehen, die heutige Vergütung für 20 Jahre behalten. Rechtssicher wird das aber erst mit der endgültigen Verabschiedung des Gesetzes. Serious Solar sagt aufgrund voller Auftragsbücher und Netzbetreiber-Laufzeiten aktuell keine Inbetriebnahmen mehr für 2026 zu.

Lohnt sich Photovoltaik ab 2027 überhaupt noch ohne feste Einspeisevergütung?

Ja, wenn du deine Anlage auf einen hohen Eigenverbrauch auslegst. Mit Stromspeicher, Wärmepumpe, Wallbox und smarter Steuerung nutzt du deinen Solarstrom selbst, statt ihn zu einem unsicheren künftigen Satz einzuspeisen. Für überschüssigen Strom kommt zusätzlich die Direktvermarktung zu Marktpreisen infrage.

Wie hoch wird die neue Einspeisevergütung ab 2027 sein?

Das steht noch nicht fest. Diskutiert wird eine Übergangsphase mit deutlich reduzierter Vergütung statt eines abrupten Wegfalls, konkrete Cent-Beträge oder Prozentsätze sind aber Teil der noch laufenden Verhandlungen und bislang nicht festgelegt. Seriöse Anbieter nennen dir zum jetzigen Zeitpunkt keine genauen Zahlen dazu.

Bereit für deine eigene Solaranlage?

In einem kostenlosen Gespräch zeigen wir dir, was auf deinem Dach möglich ist und wann sich deine Anlage rechnet.

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